Emotionskonzepte avant la lettre: die homerischen Epen
Vorlesung von Prof. Dr. Thomas Kuhn-Treichel über "Emotionen in der Philosophie. Emotionskonzepte avant la lettre: die homerischen Epen" im Rahmen der Ringvorlesung WS 26/27 "Emotionen/ Émotions".
Emotionen spielen schon am Beginn der abendländischen Literatur eine zentrale Rolle. Die homerische Ilias beginnt mit dem Wort „Zorn“, und auch die Figuren der Odyssee erleben (nicht erst in Nolans Kino-Adaption) starke Emotionen. Umso verwunderlicher ist es, dass der frühgriechischen Literatur ein abstrakter Begriff für „Emotion“ fehlt. Aber bedeutet dies, dass die Griechen vor Platon kein allgemeines Konzept von Emotion hatten? Der Vortrag beleuchtet, wie sich aus – oft metaphorischen – Emotionsbeschreibungen in den homerischen Epen implizite Konzepte von Emotion ableiten lassen, wie sich diese zu modernen Emotionstheorien wie dem Component Process Model oder der Predictive Processing Theory verhalten – und welchen Nutzen hierbei eine Kooperation mit der Computerlinguistik hat.
Emotionen spielen schon am Beginn der abendländischen Literatur eine zentrale Rolle. Die homerische Ilias beginnt mit dem Wort „Zorn“, und auch die Figuren der Odyssee erleben (nicht erst in Nolans Kino-Adaption) starke Emotionen. Umso verwunderlicher ist es, dass der frühgriechischen Literatur ein abstrakter Begriff für „Emotion“ fehlt. Aber bedeutet dies, dass die Griechen vor Platon kein allgemeines Konzept von Emotion hatten? Der Vortrag beleuchtet, wie sich aus – oft metaphorischen – Emotionsbeschreibungen in den homerischen Epen implizite Konzepte von Emotion ableiten lassen, wie sich diese zu modernen Emotionstheorien wie dem Component Process Model oder der Predictive Processing Theory verhalten – und welchen Nutzen hierbei eine Kooperation mit der Computerlinguistik hat.
Zeit
Montag, 02.11.26 - 18:15 Uhr
- 19:45 Uhr
Veranstaltungsformat
Ringvorlesung
Themengebiet
Philosophie
Referierende
Prof. Dr. Thomas Kuhn-Treichel (Uni Bonn)
Zielgruppen
Studierende
Wissenschaftler*innen
Alle Interessierten
Ort
Institut français Bonn, Adenauerallee 35, 53113 Bonn
Raum
Robert-Schuman-Saal (UG)
Reservierung
nicht erforderlich
Veranstalter
CERC, Institut français Bonn und Abteilung Romanistik der Universität Bonn
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