07. Januar 2026

Nachbericht der Stresemann-Lecture 2025 mit Peter Geiß Nachbericht der Stresemann-Lecture 2025 mit Peter Geiß

Voller Saal bei der Stresemann-Lecture im GSI
Voller Saal bei der Stresemann-Lecture im GSI © CERC
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Am Donnerstag, den 11. Dezember, fand im Rahmen der ersten Deutsch-Französischen Tage an der Uni Bonn die diesjährige Stresemann-Lecture im Gustav-Stresemann-Institut statt. 

Bei der Stresemann-Lecture handelt es sich um eine Kooperationsveranstaltung der Universität Bonn, des Centre Ernst Robert Curtius (CERC), des Institut français Bonn, dem GSI Gustav-Stresemann Institut und der GSI Gustav Stresemann Stiftung, die jedes Jahr im Dezember anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an den Namensgeber Gustav Stresemann vor knapp 100 Jahren erinnert.

In diesem Jahr ging es tatsächlich besonders um den Namensgeber Gustav Stresemann selbst. Peter Geiß, Professor für Didaktik der Geschichte an der Universität Bonn und Mitglied der CERC-Vorstands, sprach zum Thema „Strategie in Zeiten der Schwäche: Gustav Stresemann und das Lernen aus der Geschichte“. Er analysierte dabei differenziert, wie Stresemann als „lernender Politiker“ die Herausforderungen der damaligen Zeit angehen konnte und zeigte, wie Stresemann selber aus der Geschichte lernte und sich dabei auch auf historische Beispiele berief. Geiß analysierte insbesondere die Quelle des „Kronprinzenbriefes“ ausführlicher, der verdeutlicht, mit welcher Strategie Stresemann bemüht war, die konservativen Kreise der Weimarer Republik für seine Frankreich-Politik zu gewinnen. Die erfolgreiche Teilnahme an der Locarno-Konferenz und die Einigung mit seinem französischen Amtskollegen Aristide Briand brachte 1926 beiden gemeinsam den Friedensnobelpreis, an deren Verleihung die Lecture jährlich erinnert.

Auch ein Kapitel des kürzlich von Peter Geiß veröffentlichten Buches „Geschichte in Zeiten der Unsicherheit. Wie Politik seit der Antike aus der Vergangenheit lernt“ beschäftigt sich unter anderem mit dem Thema. Der Band geht in vierzehn Fallskizzen vom Zeitalter des Augustus bis zum Kosovokrieg der Frage nach, wie Menschen in unterschiedlichen Entscheidungskonstellationen versucht haben, aus der Geschichte zu lernen. Dabei geht es keineswegs darum, “Lehren der Geschichte” für unsere Gegenwart zu formulieren. Vielmehr werden verschiedene historische Fälle vorgestellt, die es gerade aus der zeitlichen Distanz heraus erlauben, über Chancen und Risiken der Befragung von Geschichte als “Lehrmeisterin des Lebens” (Cicero) differenziert zu reflektieren.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es ein elsässisches Buffet mit der Möglichkeit zu weiterem Austausch.

Wir bedanken uns bei den Partnern für die Kooperation und bei den zahlreichen Teilnehmenden fürs Kommen, Fragen stellen und Mitdiskutieren! 

Kooperationspartner
Kooperationspartner - v.l.: Daniel Weber (GSI), Christina Schröer (CERC), Peter Geiß (Uni Bonn/CERC), Kathrin Weichselbaum (IF), Wilfried Klein (GSI) © CERC
Einleitung von Daniel Weber (GSI)
Einleitung von Daniel Weber (GSI) © CERC
Vortrag von Peter Geiß (Uni Bonn/CERC)
Vortrag von Peter Geiß (Uni Bonn/CERC) © CERC
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