20. Mai 2026

Nachbericht: Europawoche Nachbericht: Europawoche

Die Woche vom 4. bis 10. Mai stand an der Universität Bonn ganz im Zeichen von Europa.

Aufhänger war nicht nur der Europatag, mit dem an die Anfänge der Europäischen Integration erinnert wird, sondern auch der 140. Geburtstag von Ernst Robert Curtius, nach dem seit 2020 das Frankreichzentrum der Universität Bonn CERC benannt ist. Curtius war nicht nur selbst Kulturvermittler, sondern entwarf eine Europäische Kulturwissenschaft, die bis heute nachwirkt.

Die Woche begann am 4.Mai im Institut français mit einem Vortrag der Künstlerin Eva Gronbach im Rahmen der Ringvorlesung Frankreich zum Thema: „Europäische und nationale Identität in der heutigen Mode“.

Am Dienstag den 5.Mai folgte unser diesjähriger CERC-Salon Denkkulturen "140 Jahre Ernst Robert Curtius" mit Impulsen von CERC-Mitgliedern zur Bedeutung von Curtius für ihre Arbeit.

Auf die anregende Gesprächsrunde folgte nach einem Apéritif mit Blick auf den Rhein ein Vortrag des Romanisten Gerhard Poppenberg (Heidelberg), der sich der Frage widmete: „Was ist Europäische Literatur?“.

Im Institut français begeisterte am 6.Mai der Film "Jouer avec le feu", den Kathrin Weichselbaum (IF Bonn) einführte.

Antoine Lilti, Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Aufklärung am Collège de France und diesjähriger Ernst Robert Curtius Gastprofessor, sprach am 7. Mai zunächst zu dem Thema: „Tahiti and the discovery of Europe“. Daraufhin diskutierte er mit den Studenten des Kolloquiums für Neuere und Neueste Geschichte von Christine Krüger (Bonn).

Am Abend referierte Antoine Lilti erneut, dieses Mal im Festsaal der Uni über „Europe and the World in the Enlightenment Thought“. Sein Vortrag stieß auf reges Interesse im Publikum.

„Wir sind Europa“ war das diesjährige Motto des Bonner Europatags. Bei strahlendem Sonnenschein zeigte sich die Vielfalt der Bonner Akteure, die sich für Austausch unr Zusammenarbeit in und für Europa engagieren. Wie jedes Jahr war das CERC auch diesmal auf dem Marktplatz zusammen mit dem Institut français mit einem Stand vertreten.

Wir waren begeistert über das große Interesse an Frankreich, Europa und der Arbeit des Frankreichzentrums CERC, die in den vielen Gesprächen an unserem Stand Ausdruck fanden.

Sich Europäische Stärken bewusst vor Augen zu führen, dies versuchten wir durch einen Bürgerdialog mit Impulsen von Claire Demesmay (IF Bonn), Wolfgang Pinner (Bonn), Bernd Schröder (Bonn) und Christina Schröer (CERC/Bonn) zum Thema “Stimmen für ein starkes Europa“. Auch die junge Perspektive war vertreten durch die Studentin Anna-Maria Wedewardt. Die Referenten gaben Impulse zu den Themen Europäische Werte, Digitale Souveränität, Wachstum und Wirtschaft und Generationengerechtigkeit und Blick der Gen Z auf Europa.

Den Abschluss der Woche bildete eine deutsch-französische Museumsführung mit Tizian Holzbach (Kunstmuseum) und Sarah Lockie (IF Bonn) und die Verleihung des Dorothea von Stetten Kunstpreis im Bonner Kunstmuseum

Wir danken allen Partnern für die Kooperation und den Teilnehmenden fürs Kommen, Fragen stellen und angeregte Mitdiskutieren! Wir haben uns über das positive Feedback sehr gefreut und blicken schon gespannt auf den weiteren Monat Mai, der ebenso im Zeichen von Europa steht: Am 20.5. kommt u.a. Kokopello mit seiner Graphic Novel “Europa, die EU und ich” ins IF Bonn; und am 21.5. eröffnet der senegalesische Philosoph Souleymane Bachir Diagne die diesjährige CERC-Tagung mit einem Vortrag zum Zusammenhang von Eurozentrismus, Postkolonialismus und Konzepten eines neuen Universalismus.

 

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